{"id":52,"date":"2014-11-13T17:18:00","date_gmt":"2014-11-13T15:18:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dc-3.club\/cm\/?page_id=52"},"modified":"2020-10-26T20:56:38","modified_gmt":"2020-10-26T19:56:38","slug":"restaurierung-innenausbau","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dc-3.club\/cm\/restaurierung-innenausbau\/","title":{"rendered":"Restaurierung und Innenausbau"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Au\u00dfenrestaurierung<\/strong><\/h2>\n<h3>Bei der Erstellung eines Terminplanes stellten wir fest, dass bis zu den Lackierarbeiten ca. 1.500 Mannstunden notwendig sind, um die Arizona Lady in einen lackierf\u00e4higen Zustand zu bringen. Unter der F\u00fchrung unseres technischen Leiters, Herrn Christian Schwendner, wurde ein schlagkr\u00e4ftiges Team zusammengestellt. Oberstes Gebot war die genaue Einhaltung dieses Terminplanes. Durch das fr\u00fche Ende des Winters konnte bereits im Februar 1997 an der Maschine gearbeitet werden. Es mussten alle korrodierten Bauteile, insbesondere diverse Schrauben (insgesamt \u00fcber 2.000 St\u00fcck) ausgetauscht werden. Dabei musste bei mehr als der H\u00e4lfte der Schrauben ein neues Gewinde geschnitten bzw. neue Buchsen gesetzt werden. Auch die Cockpitverglasung wurde erneuert, da die Scheiben bereits milchig wurden. Bei der Cockpitscheibe handelt es sich um eine Zweischicht-Sicherheitsverglasung. Die Glaserarbeiten wurden von der Glaserei Jandl in Salzburg durchgef\u00fchrt. Die gro\u00dfe Frachtt\u00fcre hatte im Laufe ihrer 53 Jahre auch einige Besch\u00e4digungen erlitten und musste somit ebenfalls, wie die Cockpitfenstereinfassung, ausgerichtet und repariert werden. F\u00fcr die Versorgung mit elektrischer Energie f\u00fcr das 24 Volt Bordsystem wurden zwei 12-Volt-Batterien und ein entsprechendes Ladeger\u00e4t von der Firma Banner Batterien zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/h3>\n<h2><strong>Lackierung<\/strong><\/h2>\n<h3>Bereits seit dem Kauf unserer Douglas DC-3 im September 1995 kreisten unsere Gedanken um die Lackierung der \u201cGrand Old Lady der L\u00fcfte\u201d. Die unterschiedlichsten Lackiervarianten wurden diskutiert. Schlie\u00dflich trafen wir die Entscheidung, die DC-3 in den Orginalfarben einer Airline zu lackieren. Da lag es nat\u00fcrlich nahe, den National Carrier, welcher von 1963 bis 1966 drei DC-3\u00b4s im Einsatz hatte, zu fragen, ob Interesse besteht, sich an den nicht unerheblichen Kosten der Lackierung zu beteiligen. Den Grundstein legte sicherlich der damalige Leiter des Stadtb\u00fcros Salzburg der Austrian Airlines, Herr Alerich Zanoni. Die Verhandlungen zogen sich aber trotzdem in die L\u00e4nge und konnten schlie\u00dflich anl\u00e4sslich eines Besuches des Vorstandes der Austrian Airlines am 12. Oktober 1996 am Salzburg Airport und in den folgenden Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. In der Firma Akzo Nobel wurde schon im Fr\u00fchjahr 1996 ein mehr als kompetenter Partner in Sachen Lackfarben gewonnen. \u00dcbrigens, die Fa. Akzo Nobel stellt f\u00fcr viele Airlines die Farben her. Aber ein schwieriger Teil stand uns noch bevor. Wer sollte die Arbeiten durchf\u00fchren und wo und wann sollte lackiert werden. Die Frage des Zeitpunktes lies sich noch relativ einfach kl\u00e4ren. Ausschlaggebend f\u00fcr die erste Woche im Juni 1997 war die Temperatur, da der Lack und auch das Abbeizmittel nur ab einer Temperatur von fast 20\u00b0C verarbeitet werden k\u00f6nnen.<\/h3>\n<h3>Da die Lackierung eines Flugzeuges nicht zu den einfachsten Lackieraufgaben geh\u00f6rt, wollten wir diese heikle Arbeit durch absolute Profis durchf\u00fchren lassen. Diese fanden wir, wie sollte es anders sein, nat\u00fcrlich in der Lackierabteilung von Austrian Airlines. Dachten wir urspr\u00fcnglich an eine Lackierung im Freien, so wurde bald klar, dass eine ordentliche Lackierung nur in einer Halle durchzuf\u00fchren ist. Ein Hangar musste her. Hier konnten wir uns wieder einmal auf unseren Salzburg Airport und seine mehr als kooperativen Mitarbeiter verlassen. Anl\u00e4sslich einer Besprechung mit allen Beteiligten von Akzo Nobel, Austrian Airlines, Salzburger Flughafen Betriebsgesellschaft und 1st Austrian DC-3 Dakota Club im J\u00e4nner 1997 wurden alle offenen Punkte gekl\u00e4rt und die Aufgaben entsprechend verteilt. Das Abbeizen gestaltete sich allerdings arbeitsaufwendiger als geplant. Da mehrere Lackschichten vorhanden waren, musste dieser Vorgang mehrere Male wiederholt werden. Dabei tauchten einige alte Schriftz\u00fcge von den diversen Vorbesitzern auf, wie z. B. TWA und der US-Airforce. Da diese Arbeiten im Hangar 2 durchgef\u00fchrt wurden, besuchten uns viele Besatzungen der diversen Fluglinien. Am 18. Mai wurden die Abbeizarbeiten von Herrn Herbert Bigler von Austrian Airlines nochmals \u00fcberpr\u00fcft und am 2. Juni 1997 begannen die so lang herbeigesehnten Lackierarbeiten. Drei Lackierer, Herr Roman Fabacher, Herr Arpad Stastny und Herr Heinz Wimmer trugen zuerst zwei Schichten Primer und die wei\u00dfe Farbe auf. Dann folgte das Silber f\u00fcr die Tragfl\u00e4chen und die Rumpfunterseite und zwei Schichten Klarlack. Zum Schluss wurde die rote und schwarze Farbe aufgespritzt. \u00dcbrigens wurde daf\u00fcr eigens die elektrostatische Lackieranlage der Austrian Airlines von Wien nach Salzburg transportiert. Somit konnte mit drei Spritzpistolen gleichzeitig gearbeitet werden. F\u00fcr die entsprechend aufbereitete Druckluft sorgte ein Kompressor der Fa. Kaeser, der leihweise daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung gestellt wurde. Um die Arbeiten termingerecht abschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen, wurde eine Woche lang t\u00e4glich mehr als 15 Stunden gearbeitet. Insgesamt wurden \u00fcber 140 kg Farbe aufgetragen. Da wir unsere \u201cArizona Lady\u201d so detailgetreu wie m\u00f6glich lackieren wollten, wurden wir von Herrn Dr. Gottfried Holzschuh von den \u00d6sterreichischen Flugzeughistorikern mit entsprechenden Unterlagen versorgt.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Au\u00dfenrestaurierung Bei der Erstellung eines Terminplanes stellten wir fest, dass bis zu den Lackierarbeiten ca. 1.500 Mannstunden notwendig sind, um die Arizona Lady in einen lackierf\u00e4higen Zustand zu bringen. Unter der F\u00fchrung unseres technischen Leiters, Herrn Christian Schwendner, wurde ein schlagkr\u00e4ftiges Team zusammengestellt. Oberstes Gebot war die genaue Einhaltung dieses Terminplanes. 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